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19.03.2019

In Memoriam

A.o. Univ.-Prof. Dr. Michael Steurer

Ein langjähriges Mitglied der OeGHO und stellvertretender Direktor der Universitätsklinik für Innere Medizin V in Innsbruck, a.o. Univ.-Prof. Dr. Michael Steurer, ist am 11. März im Alter von 49 Jahren verstorben.

 

Prof. Steurer war eine herausragende Persönlichkeit und hat durch seine ärztliche und wissenschaftliche Tätigkeit das Fachgebiet der Hämatologie und Onkologie in Österreich entscheidend mitgestaltet.  Er wuchs in Lichtenau und Kehl-Kork bei Freiburg im Breisgau auf und studierte an der Universität Freiburg Humanmedizin. Bereits während des Studiums führte ihn seine Neugier für andere Kulturen nach Quebec in Kanada, New York in den USA und Somerset in Großbritannien. Nachdem wir uns 1995 am Zentrum für Tumorbiologie in Freiburg persönlich kennengelernt hatten, arbeitete Michael als Medizinstudent in meiner Arbeitsgruppe erfolgreich an seiner Dissertation und folgte 1999 als frisch promovierter Arzt meiner Einladung nach Innsbruck zu kommen.

An der Universitätsklinik Innsbruck absolvierte Michael seine klinische Ausbildung zum Internisten mit dem Additivfach Hämatologie und internistische Onkologie.  Als junger Wissenschaftler widmete er sich speziell der molekulargenetischen Profilierung hämatologischer Neoplasien, der  Optimierung innovativer Therapiekonzepte für niedrig  maligne Lymphome und den Mechanismen der Therapieresistenz des Multiplen Myeloms. Er war Mitglied nationaler und internationaler wissenschaftlicher Fachgesellschaften und publizierte eine Vielzahl von Originalarbeiten, Reviews und Buchbeiträgen. Nach seiner Habilitation im Jahre 2008 übernahm er die Leitung des Molekulargenetischen Labors und der Hämato-Onkologischen Ambulanz an der Klinik in Innsbruck. Als Direktor des Studienprogramms „Maligne Lymphome“, Autor der Chochrane Collaboration und Principal Investigator zahlreicher klinischer Studien erwarb sich Prof. Steurer im deutschen Sprachraum und international hohe Anerkennung speziell auf dem Gebiet der klinischen Lymphomforschung. Höchste Wertschätzung brachten ihm auch seine jungen Mitarbeiterinnen entgegen, da er sich mit grosser Ambition der akademischen Entwicklung von Nachwuchskräften im PhD Programm „Clinical Cancer Research“ widmete. 2014 übernahm Prof. Steuer zusätzlich die Position des stv. Klinikdirektors und war in dieser Funktion für alle MitarbeiterInnen des Universitätsklinikums, unsere Partner im  Onkologie-Netzwerk Westösterreich-Südtirol und über die Grenzen Österreichs hinaus  ein höchst kompetenter und verantwortungsvoller Ansprechpartner. Als Mitglied des wissenschaftlichen Beirates der OeGHO, Koautor für Onkopedia und Reviewer für zahlreiche internationale wissenschaftliche Journale  leistete Prof. Steurer wichtige Beiträge zur Forschungsförderung und klinischen Entwicklung neuer molekularer Diagnoseverfahren und Therapiestrategien für maligne Lymphome. 

Prof. Steurer widmete sich neben seiner Begeisterung für die akademische Medizin und seinem empathischen Einsatz für seine Patienten vor allem seiner Familie und seinem Freundeskreis. Er liebte die Schönheit der Natur und suchte dort gemeinsam mit Familie und Freunden  Ruhe und Erholung. Sein früher Tod ist für seine Ehefrau und seine zwei kleinen Kinder ein schwerer und schmerzlicher Verlust. Seiner Familie gilt unser tiefstes Mitgefühl und Beileid. Mit Prof. Steurer verliert Österreich, die OeGHO und die Medizinische Universität Innsbruck einen der profiliertesten Hämato-Onkologen. 

Wir alle trauern um einen ausgezeichneten Arzt, Wissenschaftler, Lehrer, Kollegen und Freund und werden Michael Steurer stets in hochgeschätzter Erinnerung behalten.  

Für die OeGHO und die Medizinische Universität Innsbruck

Univ.-Prof. Dr. Günther Gastl

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